Dorfpokal 2012

Spielberg spielt alle an die Wand, die Fußball-Helden des Jahres: Eine Woche vor dem EM-Finale jubelte die Nachbarschaft Spielberg/Oberdarfeld über den Pott – zum dritten Mal gewannen die Kicker den Dorfpokal.

dorfpokal darfeld sieger spielberg/oberdarfeld

dorfpokal darfeld sieger spielberg/oberdarfeld

Der Einzug ins Endspiel war schon mehr als die halbe Miete. „Wenn wir im Finale waren, haben wir auch jedes Mal gewonnen“, verwies Thomas Jordan auf das Gesetz der Serie. Das war 1999 und 2004 so – und auch 2012: Der Darfelder Fußball-Dorfpokal steht für die nächsten zwei Jahre beim Team von Spielberg/Oberdarfeld.

Ausgerechnet die Mannschaft, die im niederländischen Oranje aufläuft, trumpfte groß auf. So auch im Finale gegen Schule/Dorf, als der neue Titelträger mit einer höchst effektiven Chancenverwertung glänzte. Johannes Gerling hatte Spielberg/Oberdarfeld in der ersten Halbzeit in Führung gebracht, ehe Goalgetter Philipp Bertmaring im zweiten Durchgang den klaren 3:0-Sieg herausschoss und für den dritten Pokalsieg in der Dorfpokal-Historie sorgte.

Die Verlierer trugen es mit Fassung, auch wenn es die zweite Endspielniederlage in Folge war. „Wir tasten uns langsam heran“, stellte Schule/Dorf-Teamchef Martin Weßling fest. „Vor zwei Jahren haben wir das Finale noch 3:10 verloren, diesmal nur 0:3.“ Und in zwei Jahren wird die Mannschaft, die mit Cordula Albring, Laura Herdt sowie Carina und Steffi Uphaus die meisten Damen stellte, wahrscheinlich im Elfmeterschießen vergeigen . . .

Stichwort Elfmeterschießen: Davon gab es am Finalabend einige zu bewundern. Für die Spiele um Platz sieben und fünf war das ohnehin vorgesehen – Kortebrey bezwang Netter/Rockel vom Elferpunkt mit 3:2 und verhinderte damit zumindest den Sturz vom ersten auf den letzten Platz. Rang sieben stand für den mit zahlreichen Routiniers gespickten Titelverteidiger zu Buche. Das Duell um Platz fünf entschied Höpingen mit 4:3 gegen Natten/Lustigen Hook für sich. Dabei wunderte sich der zweite Turo-Vorsitzende Franz-Josef Herich über die kaum erwartete Nervenschwäche einiger Kicker: „Erstaunlich, dass gerade die Alt-Internationalen ihre Elfer verschossen haben“, dachte er an die wenig gelungenen Versuche von Heinz-Hubert Klostermann, Stefan Albers oder Frank Bäumer. Auch das Spiel um Platz drei musste im Elfmeterschießen entschieden werden, weil der Wiesengrund in der regulären Spielzeit die 2:0-Führung des EschBiMo durch Martin Schenkel und Christian Roters noch durch ein Eigentor von Marcel Strangfeld und einen Treffer von Christian Lengers ausgeglichen hatte. Unter dem Strich sicherte sich Wiesengrund mit 7:6 den dritten Rang.

Dass die beteiligten Mannschaften und etliche Zuschauer den Abschluss des Dorfpokals und den Viertelfinalsieg der deutschen Mannschaft gegen Griechenland ausgiebig feierten, freute die Turo-Verantwortlichen. Die werden nach dem erstmals auf zwei Tage verkürzten Turnier nun eine genaue Bilanz ziehen. „Den Dorfpokal an nur zwei Terminen zu spielen, scheint eine gute Maßnahme zu sein“, wagte Franz-Josef Herich einen Ausblick. „Sinnvoll wäre sicherlich am Freitag und Sonntag.“